Arabischer Pressespiegel 31.07.09 bis 06.08.09
Ein breites Spektrum deutschlandbezogener Themen war in diesem Zeitraum in arabischen Medien zu finden: von archäologischen Funden und Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg über eher Augenzwinkerndes bis hin zu „harten“, will sagen: kontroversen Angelegenheiten wie der Frage, ob die Schalker Fußballhymne den Islam beleidigt oder nicht. In diesem Pressespiegel werden bevorzugt arabische Zeitungen, Magazine und Nachrichtenportale berücksichtigt, d.h. Blogs und Foren wurden ausgelassen, ebenso wie die arabischen Ausgaben westlicher Medien wie z.B. der Deutschen Welle, der BBC oder auch Euronews. Thematisch wurden Artikel aufgenommen, die sich mit der Politik, Wirtschaft, Geschichte und dem Zeitgeschehen in Deutschland befassen. Der Sport und der Boulevard sind also kein Gegenstand dieses arabischen Pressespiegels. Doch, soviel sei an dieser Stelle verraten, auch deutsche Schönheitsköniginnen und der Starkicker Michael Ballack beschäftigen offenbar sowohl arabische Journalisten als auch ihr Publikum… Den Resumés folgen jeweils ein Link auf die arabische Quelle sowie, falls ermittelbar, ein Verweis auf einen Artikel in der deutschsprachigen Presse, der das gleiche Thema zum Gegenstand hat. Lesen Sie nun die zusammengefassten Meldungen im Einzelnen:
Archäologische Funde aus der Römerzeit in Mainz
Die „Emirate Times“ präsentierte am 31. Juli ihren Lesern einen kurzen Bericht über archäologische Funde aus der Römerzeit in der Stadt Mainz. Die zuständigen Behörden hätten erklärt, dass man einen Tunnel und eine Halle entdeckt habe, die auf das Jahr 200 n.Chr. zurückgingen. Die Halle wäre zuvor verschüttet gewesen, teilte Frank Müller von der Landesdirektion Archäologie mit. Experten gaben derweil bekannt, man sei auf Soldatengräber und eine Produktionsstätte für Schwerter und Lanzen gestoßen. Die „Emirate Times“ liefert schließlich noch ein paar allgemeinere Informationen über das hohe Alter und die archäologische Bedeutsamkeit nordrheinischer und rheinland-pfälzischer Städte wie Trier und Bonn.
Deutsches Gericht verurteilt PKK-Anführer
Die Internetzeitung „Alssiyasi“ meldete am 31. Juli die Verurteilung eines PKK-Anführers zu drei Jahren und neun Monaten Haft durch das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der frühere Vorsitzende der deutschen PKK, Hüseyin A., sei der Führung einer kriminellen Organisation und der Nötigung schuldig gesprochen worden. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, hätte der 48-jährige die Aktivitäten der verbotenen Kurdenpartei circa ein Jahr lang geleitet. Der im Juli Festgenommene sei unter anderem verantwortlich für die Nötigung einer 21-jährigen in Stuttgart zur Abtreibung. Die junge Frau wäre von einem ranghohen Parteifunktionär schwanger gewesen.
DAAD will auf saudi-arabische Studierende eingehen
Das saudi-arabische Bildungsportal „Tarbawy Tec“ berichtete am 31. Juli über den akademischen Austausch zwischen dem Königreich auf der arabischen Halbinsel und der Bundesrepublik Deutschland. So habe der Leiter des Golfstaatenreferats im Deutschen Akademischen Austauschdienst, Dr. Carsten Walbiner, versichert, dass Studierende aus Saudi-Arabien in Deutschland keine Schwierigkeiten hinsichtlich ihres Aufenthaltes zu befürchten haben. Dies treffe insbesondere auf die Begleiter von Studentinnen aus dem Königreich zu, denen dank neuer Regelungen der Aufenthalt in Deutschland bis zu einem ganzen Jahr verlängert werden könne. Walbiner hob hervor, dies sei eine Ausnahmeregelung, die saudi-araberischen Studentinnen vorbehalten sei, welche der DAAD-Vertreter als fleißig und ehrgeizig bezeichnete. Das vom saudi-arabischen König initiierte Austauschprogramm solle neue Perspektiven der akademischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Saudi-Arabien eröffnen, schreibt das Portal. Im Folgenden zitiert es Walbiner mit dessen Hinweis, das Ministerium für Hochschulbildung und der DAAD würden kommenden Dezember in Riad und Dschidda eine große Studierendenkonferenz abhalten. Zudem werde die Bonner Organisation an der internationalen Messe für Hochschulbildung teilnehmen, welche Ende Januar in Saudi-Arabien stattfinden wird. Laut Walbiner erlebe der universitäre Austausch zwischen beiden Ländern einen großen Aufschwung. Gleichzeitig sagte der DAAD-Repräsentant, die deutschen Hochschulen müssten den direkten Dialog mit den saudi-arabischen Studentinnen und Studenten intensivieren, um zu erfahren, welche Probleme und welche Forderungen diese hätten. Das neue Programm des DAAD enthalte Informationen über das Studium in Deutschland nach Erlangung des europäischen „Bachelor“-Abschlusses in Saudi-Arabien. Denn diese Studierenden, die bereits einen Abschluss hätten, wären reifer darin, mit dem Leben in der Fremde und den Anforderungen der deutschen Gesellschaft umzugehen. Walbiner erklärte weiterhin, die deutschen Universitäten böten dem ausländischen Studierenden zahlreiche Hilfen, u.a. durch „Mentoren“ in Gestalt deutscher Studierender höheren Semesters und eine enge Zusammenarbeit mit dem Saudischen Kulturbüro. Der DAAD-Sprecher teilte schließlich mit, es habe 2005 47 saudi-arabische Studierende in Deutschland gegeben, darunter eine Studentin. Demgegenüber seien es 2006 bereits 77 Akademiker aus dem Königreich gewesen, unter ihnen sechs Frauen.
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Gate Germany zum Thema
Fahrräder in Berlin beliebter geworden
Von einem umweltgerechten Trend in der Bundesrepublik berichtete am 1. August die Zeitung „Al-Khaleej“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten: „Deutschland entdeckt das Fahrrad neu“. So sei die Zahl derer, die in der Hauptstadt Berlin den Drahtesel als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit nutzen, um 13 % gestiegen. Hintergrund sei ein ganzes Geflecht von Ursachen: ein verschlechtertes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs, gestiegene Benzinpreise, wachsende Sorge um das Klima sowie der Wunsch, sportlich aktiv zu sein - all dies hätte dem Fahrrad zu zusätzlicher Popularität verholfen. In Deutschland, so hätte das deutsche Verkehrsministerium bekannt gegeben, gebe es 68 Millionen Fahrräder, mit denen 9 % aller Gesamtfahrten im Verkehr der BRD absolviert würden. Damit liege Deutschland nach den Niederlanden und Dänemark in Europa an dritter Stelle, und dies obwohl das Land als Hochburg der Produktion von luxuriösen und soliden Autos gelte. Doch das Verkehrsministerium hätte darauf verwiesen, dass in Deutschland jährlich Fahrräder im Wert von 1,7 Milliarden € hergestellt würden. Zudem hätte Minister Tiefensee selbst im Mai vergangenen Jahres eine Kampagne gestartet, in welcher zur Nutzung des Fahrrades für den Weg zum Arbeitsplatz aufgerufen werde.
Ärzte mahnen Schwangere wegen Schweinegrippe zur Vorsicht
Mit der Bedrohung schwangerer Frauen in Deutschland durch die Schweinegrippe beschäftigte sich die Newssite „Al-Riyadh“ am 1. August und titelte: „Deutsche Ärzte appellieren an Schwangere, vorsichtig zu sein, um Ansteckung mit Schweinegrippe zu vermeiden“. Aufgegriffen wird ein Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung, nach dem der Impfexperte des Berufsverbandes der Frauenärzte, Dr. Michael Wojcinski, Schwangere aufgefordert hatte, Reisen, Menschenansammlungen und das Händeschütteln zu vermeiden. Gleichzeitig warnte der Fachmann jedoch vor übertriebener Furcht, denn dazu gebe es keinen Anlass. Das Mittel „Tamiflu“ hätte auch bei Schwangeren seine Wirksamkeit im Falle einer Infektion bewiesen, wobei es auch dem Fötus keinen Schaden zufüge. Wojcinski fügte hinzu, wenn eine Schutzimpfung verfügbar geworden ist, würden Schwangere sie als erste erhalten.
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die Neue Osnabrücker Zeitung zum Thema
Einzelhandel mit Schlussverkauf zufrieden
Der Verlauf des deutschen Sommerschlussverkaufs vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise beschäftigte am 3. August die Zeitung „Al-Jazirah“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Satellitenkanal). Unter der Überschrift „70 % Rabatt für Sommerbekleidung in Deutschland“ meldete das Blatt, dass der deutsche Einzelhandel nach einer Woche Schlussverkaufssaison eine Belebung seiner Geschäfte verzeichne. Ein Sprecher des deutschen Einzelhandels wird mit den Worten zitiert, der bisherige Verlauf verspreche eine gute Sommersaison. Das gute Wetter ermuntere die Verbraucher, genussvoll einkaufen zu gehen, so dass er den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres sehe. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien nicht in Erscheinung getreten. In Deutschland, so „Al-Jazirah“, nähmen etwa zwei Drittel der Einzelhändler an der zweiwöchigen Schlussverkaufssaison teil, in der Kleider, Schuhe, Leder- und Modeprodukte, elektrische und elektronische Geräte sowie Möbel zu reduzierten Preisen angeboten würden. Die arabische Zeitung schließt mit dem Hinweis, dass bis 2004 der Sommer- und Winterschlussverkauf mit seinen Preisnachlässen in Deutschland obligatorisch war. Danach hätte die Regierung beschlossen, dass er fortan für die Einzelhändler freiwillig sei.
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die Frankfurter Rundschau zum Thema
Tunesier wegen 0,00014 Euro entlassen
Die Berichte über Aufsehen erregende Prozesse vor deutschen Arbeitsgerichten, in denen es um Kündigungen von Arbeitnehmern wegen kleinster Verstöße geht, haben nun auch ihren Weg in die arabischen Medien gefunden. Aufhänger ist die Person des Betroffenen Mohammed S. Während die Süddeutsche Zeitung berichtet, dieser sei Pakistaner, greift die transnationale arabische Tageszeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ die andere kursierende Version auf, nach der der Industriearbeiter aus Nordafrika stamme, denn das arabische Medium bezeichnet ihn als Tunesier. Die Schlagzeile des am 5. August erschienenen Artikels lautet: „Tunesischer Arbeiter wegen Vorwurf des „Stromdiebstahls“ im Wert von 0,00014 € entlassen“. Majed Al-Khatib berichtet für „Al-Sharq Al-Awsat“ aus Köln, die Firma „Jawa“ hätte eine vom Gericht vorgeschlagene Einigung nicht angenommen. Den Angaben von Hans Henning Klingen zufolge, des Anwalts von Mohammed S., hätte der Arbeitgeber es abgelehnt, den Betroffenen wieder einzustellen, trotz dessen Einverständnis, künftig keine elektrischen Geräte mehr am Arbeitsplatz zu benutzen. „Jawa“ hatte Mohammed S. vorgeworfen, sein Handy mit firmeneigenem elektrischem Strom aufgeladen zu haben, und ihn daraufhin ohne Abfindung entlassen. Der Autor der arabischen Zeitung zitiert Anwalt Klingen mit den Worten, einen solchen „skandalösen“ Fall hätte er in seinen 35 Berufsjahren noch nicht erlebt. Al-Khatib hebt in seinem Bericht hervor, dass Mohammed S. polizeilich bislang in keinerlei Hinsicht in Erscheinung getreten sei. Und da der 4-fache Vater bereits über 50 Jahre alt sei, werde es ihm wohl schwer fallen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Schließlich verweist der Reporter von „Al-Sharq Al-Awsat“ darauf, dass es in Deutschland in der jüngsten Zeit zwei ähnliche Fälle gegeben habe, bei denen es ebenfalls um kleinere Vergehen von Arbeitsnehmern gegangen sei, die zu deren Entlassung geführt hätten. Al-Khatib erwähnt hier den bekannt gewordenen Fall der Kassiererin, welche nach 35 Betriebsjahren wegen des Diebstahls von Pfandbons im Wert von weniger als 1,50 € entlassen worden sei, sowie den Streit um zwei unverkäufliche Brötchen im Wert von nicht mehr als 19 Cent, wegen deren unerlaubten Verzehrs ein Bäckereimitarbeiter den Job verloren habe.
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die Süddeutsche Zeitung zum Thema
Blindgänger in Hamburg legt Schiffsverkehr lahm
Wie die transnationale arabische Internetzeitung „Elaph“ am 5. August meldete, musste der Schiffsverkehr auf der Hamburger Elbe im Abschnitt Altona unterbrochen werden. Grund war der Fund einer britischen Bombe aus dem zweiten Weltkrieg. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, es seien an die 2000 Personen von ihren Arbeitsplätzen evakuiert worden. Experten hätten dann die etwa 120 Kilogramm Sprengstoff enthaltende Bombe entschärft. Die Angelegenheit sei sehr gefährlich gewesen, denn es hätte Unklarheit darüber geherrscht, ob der Zünder nicht durch Erschütterungen eventuell wieder aktiviert worden sei. Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, wollten die Experten die insgesamt 250 Kilogramm schwere Bombe auf die Elbinsel Schweinesand bringen, um sie dort kontrolliert zu sprengen - falls es nicht gelänge, sie zu entschärfen.
Deutsch-Irakisches Archäologieabkommen
Das Nachrichtenportal der libanesischen Al-Manar-Gruppe brachte am 6. August eine AFP-Meldung über ein irakisch-deutsches Archäologieabkommen. Demzufolge gab das irakische Ministerium für Tourismus und Altertümer bekannt, dass am vergangenen Dienstag von beiden Seiten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden sei. Deutschland sei dabei von seinem Botschafter Christof Weil vertreten worden. Die Vereinbarung diene der Erhaltung der antiken Kulturschätze des Irak. Vorgesehen sind Kooperationen in der archäologischen Forschung, der Austausch von Erfahrungen und gemeinsame Ausgrabungsexpeditionen. Außerdem sei am Rande der Unterzeichnungszeremonie, die im Irakischen Nationalmuseum stattgefunden habe, der Austausch von Gipskopien des Kopfes bzw. Körpers einer antiken Statue eingeleitet worden. Ihr Körper war im Jahre 1902 von einem deutschen Archäologenteam gefunden worden und ist in einem Berliner Museum ausgestellt. 80 Jahre später stieß eine irakische Forschergruppe auf den Kopf besagter Plastik. Nachdem die deutsche Seite zunächst auch diesen Kopf nach Berlin holen wollte, hätte sie sich mit den Irakern letztendlich darauf geeinigt, dass man stattdessen jeweils Kopien der Statuenteile in Gips austauschen werde.
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das Auswärtige Amt zum Thema
Beleidigt Schalker Hymne den Islam?
Das Nachrichtenportal „El-Bashayer“ widmete sich am 6. August der Kontroverse um die Vereinshymne von Schalke 04, die eine - je nach Lesart - humorvolle oder beleidigende Passage über den islamischen Propheten Mohammed enthält. In der vordersten Reihe dieses Konflikts agiert unter anderem der ehemalige ägyptische Torwart und jetztige Sportjournalist und Parlamentsabgeordnete Ahmed Shobair. „El-Bashayer“ meldete, Shobair wolle persönlich eine Kampagne gegen Deutschland anführen, falls die Berichte über eine Beleidigung des Propheten in der Schalker Hymne zuträfen. Der Ägypter hatte im Rahmen seiner Sendung erklärt, seine Gegnerschaft gelte sämtlichen deutschen Mannschaften, deutschen Waren, der deutschen Fußballsaison sowie allem was mit Deutschland zusammenhänge. Er werde alle Medienschaffenden dazu aufrufen, sich dem anzuschließen, und verwies darauf, die arabischen Medien könnten ihren großen Einfluss ausüben. In der umstrittenen Liedzeile des Schalker Fußballliedes heißt es, der Prophet sei ein Fan des Vereins gewesen. Wörtlich lautet sie: „Mohammed war ein Prophet, der nichts von Fußball verstand / doch von allen leuchtenden Farben suchte er sich Blau und Weiß aus.“ Dieser Text hätte bei den schätzungsweise vier Millionen muslimischen Bürgern in Deutschland für heftige Proteste gesorgt. Indes erklärte der offizielle Sprecher des Fußballklubs, bei ihnen seien mehr als 350 Drohmails eingegangen. Man habe daher die Polizei informiert, um sich und die Menschen vor terroristischen Aktionen zu schützen. Man werde in dieser Angelegenheit mit aller Entschlossenheit vorgehen. Im Folgenden zitiert „El-Bashayer“ den Generalsekretär des Islamrates, Burhan Kesici, sowie dessen Amtskollegen vom Zentralrat der Muslime, Aiman Mazyek, welche beide die Schalker Vereinshymne kritisieren. Kesici meinte, die Deutschen müssten wissen, dass der Name des Propheten heilig sei und nicht als Scherz in nichtislamische Lieder eingebaut werden könne. Schalke 04 müsse nun in einer Weise reagieren, die der Heiligkeit des Propheten für die Muslime angemessen sei. Mazyek sagte, viele Türken in Deutschland würden den Schalker Verein sehr mögen, doch eine große Zahl von ihnen könnte nun wegen der Sache zornig werden. Das Nachrichtenportal schließt den Artikel mit Informationen zur Geschichte der umstrittenen Hymne. Sie sei 1924 geschrieben und 1963 überarbeitet worden. Grundlage sei ein altes deutsches Volkslied.
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die Tagesschau zum Thema
Mann beißt Hund
Am 6. August wartete die Nachrichtensite „Aleqt“ mit der von Soziologiestudenten und Journalisten gleichermaßen heiß geliebten Nachricht „Mann beißt Hund“ auf. Ausgerechnet vor dem wachsamen Auge der Polizei habe der Kölner Mario H. seine Labradorhündin ins Ohr gebissen. Das sei nur Spaß, versuchte der Hundehalter zu beschwichtigen, außerdem werde er ja auch bisweilen von seiner Hündin Luna gebissen. Doch Ordnungshüter und ein Kölner Gericht nahmen die Sache ernst. Es folgten eine Anzeige und ein höchstrichterlicher Beschluss, dass Mario H. 300 € Strafe zahlen muss.
Nooke fordert Verbesserungen im Lager Ashraf
Das Nachrichtenportal „Iraq4allnews“ brachte am 6. August eine Meldung der kuwaitischen Agentur Kuna über die Forderung des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, nach einer Verbesserung der Lage der Menschen im Lager Ashraf. Nooke hätte in einer Erklärung, die vom deutschen Außenministerium herausgegeben wurde, gesagt, man sei besorgt über das, was über die Lage in Ashraf berichtet werde. Er forderte „alle beteiligten Seiten“ auf, unverzüglich für eine Verbesserung der Situation zu sorgen. Die recht knappe Meldung des Portals bezieht sich auf gewaltsame Aktionen irakischer Sicherheitskräfte im Lager Ashraf, in welchem 3500 iranische Oppositionelle der Gruppe „Volksmudschahedin“ leben. Dabei waren laut Presseberichten 13 Menschen getötet und über 400 verletzt worden.
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die tageszeitung zum Thema
Deutsche Jugendliche trinken Alkohol bis zur Ohnmacht
Am 6. August schrieb die syrische Zeitung „Al-Watan“ über den Alkoholmissbrauch durch Jugendliche in Deutschland: „Anzahl deutscher Heranwachsender verdoppelt, die wegen Alkohol ins Krankenhaus gebracht werden“. Vergleichszeitraum seien die Jahre zwischen 2002 und 2008. „Al-Watan“ stützt sich auf einen Bericht der „Rheinischen Post“, demzufolge die Zahl der Mädchen, die sich bis zur Ohnmacht mit Alkohol betrinken, größer sei als die der Jungen. Angesichts der Zahlen einer jüngsten Studie zum Thema forderte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, dass viele Seiten gemeinsam darauf hinwirken müssten, das Problem zu lösen. Deutschland, so die syrische Zeitung, diskutiere seit einiger den Alkoholkonsum von Heranwachsenden, die so viel tränken, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden müssten.
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der Spiegel zum Thema
Einfall der Eintagsfliegen
Eintagsfliegen mag es in der Presse häufiger mal geben, am 6. August aber war das in der Zeitung „Shorouknews“ ganz wörtlich zu nehmen. Millionen Eintagsfliegen hätten in dem oberpfälzischen Städtchen Schwandorf den Verkehr lahmgelegt. Die Polizei der bayrischen Gemeinde erklärte, sie hätte am Mittwoch eine der Straßen des Ortes sperren und von den sterblichen Überresten der kurzlebigen Insekten säubern müssen. Das Phänomen sei an der Naab, dem Nebenfluss der Donau, welcher die Stadt durchfließt, regelmäßig zu beobachten, wenn die Tiere zum Paarungsflug ausschwärmen. Nach dem Hochzeitsflug sterben die Tiere, und die schiere Masse ihrer herabgefallenen sterblichen Überreste überziehe die Fahrbahnen mit einem für Autofahrer gefährlichen Schmierfilm. „Shorouknews“ zeigt seinen Lesern auch ein Foto, dass vermeintlich eine Eintagsfliege darstellt. Doch die Journalisten sind auf ihrem Umweg über das Englische in eine Übersetzungsfalle getappt: Das Insekt bezeichnen sie als „dhubabat mayo“, von engl. „Mayfly“ für „Eintagsfliege“. Irgendwie kamen sie dann auf den deutschen „Maikäfer“, mit dessen Foto sie ihren Artikel denn auch prompt illustrierten…
Angst vor Todesfällen durch Schweinegrippe
Ebenfalls am 6. August berichtete die „Bahrain News Agency“ von den Ängsten in Deutschland angesichts der Schweinegrippe. Im Herbst rechne man mit Todesfällen durch die Krankheit. Eine namhafte medizinische Organisation erwarte für diesen Zeitraum eine Verschlimmerung der Lage. So habe der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, nicht ausgeschlossen, dass die Schweinegrippe Tote fordern werde. Bezüglich des Impfstoffes gegen diese neuartige Form der Grippe meinte Löwer, die ersten Lieferungen des Serums würden im September verfügbar sein. Dabei sei es logisch, zuerst im medizinischen Bereich Tätige zu impfen, gefolgt von chronisch Kranken. Dies stehe auch im Einklang mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Indessen erklärte der Leiter der Klinik für Immunologie der Universität Hannover, Reinhold Schmidt, die Krankheit stelle vom medizinischen Standpunkt aus gesehen keine große Bedrohung dar.