Wirtschaft bei Al-Quds Al-Arabi am 16.06.2010
Am heutigen Mittwoch, den 16.06.2010 blickt arabic info auf die Wirtschaftsschlagzeilen der transnationalen, in London erscheinenden arabischen Tageszeitung „Al-Quds Al-Arabi“. Zunächst die Schlagzeilen im Überblick:
Arabische Banken wollen in den kleinen, aber lukrativen syrischen Markt
Magere Weizenernte in Syrien – Regierung wird importieren müssen
Saudi-Arabien wird dieses Jahr zwei Tonnen Weizen importieren
Mehrheit der Börsen im Nahen Osten rückläufig - Warten auf Ergebnisse des zweiten Quartals
Irakisches Ölministerium gibt ausländischen Firmen Informationen zur Entwicklung dreier Gasfelder
Iran gewährt Unternehmen aus der Region Gasverträge im Wert von 21 Milliarden Dollar
30 Milliarden Barrel in Ölfeld des südiranischen Arvand-Kenar entdeckt
Saudi-Arabien stellt mit dem „Ghazal“ erstes Auto aus einheimischer Produktion vor
Ölpreis über 76 Dollar - Erwartung schrumpfender US-Reserven
Amerikanische Hilfe für libanesischen Wassersektor
Japanische Zentralbank gibt Banken Milliardenkredite um Wirtschaft anzukurbeln
Agentur Fitch stuft BP wegen Ölverschmutzung herab
Chinesischer Ministerpräsident ruft zur Verbesserung der Lage der Arbeiter auf
Zeitungsberichte: Spanische Banken leihen sich Geld von EZB
EU verspricht Milleniumsziele der Entwicklungshilfe zu erreichen
Presseberichte: China will riesige Investitionssummen nach Griechenland pumpen
BP muss zur Befragung vor US-Kongress
Euro sinkt nach Herabstufung griechischer Schulden wieder
Featured article von heute ist der Bericht über das Drängen arabischer Banken auf den syrischen Markt:
Arabische Banken wollen auf kleinen aber lukrativen syrischen Markt
Damaskus von Khaled Yakoub Ouweis
Nach Jahrzehnten staatlicher Vorherrschaft und Isoliertheit sorgt Syrien für eine Lockerung der Beschränkungen des Bankwesens und eröffnet internationalen Banken auf einem der letzten noch unerschlossenen arabischen Märkte in Zukunft reizvolle Möglichkeiten.
So haben große regionale Banken, wie die jordanische Arab Bank, die Qatar National Bank und die libanesische Bank Audi, die Zahl ihrer Filialen im letzten Jahr auf 145 ausgebaut, verglichen mit 83 in 2008, und dies trotz finanzieller und währungsbezogener Beschränkungen.
Obwohl westliche Banken sich herausziehen, haben 13 jüngst auf den Markt gekommene Banken ihr Kapital in Syrien auf neun Milliarden Dollar aufgestockt, von insgesamt 43 Milliarden Dollar Bankkapital in dem Land. Ein Banker meint, diese Zahl werde in drei Jahren auf das dreifache steigen.
„Die Bedingungen in Syrien sind keine hervorragenden. Doch wenn die Reformen andauern, wird Syrien innerhalb von fünf Jahren zu einem der wichtigsten Märkte des Nahen Ostens“, sagt Hassan Heikal, Vorstandsvorsitzender der Finanzgruppe Hermes. Diese will in Syrien einen privaten Investitionsfonds mit einem Volumen zwischen 250 und 300 Millionen Dollar auflegen.
Die Expansion hat Syrien zu vorsichtigen Schritten in Richtung Liberalisierung gebracht, begonnen von Präsident Bashar Al-Assad, welcher im Jahre 2000 seinem verstorbenen Vater Hafez Al-Assad nachfolgte.
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