Stromkrise in Ägypten

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Die Versorgung mit Strom ist nicht überall selbstverständlich

Politiker bittet um Verständnis wegen Ausnahmesommer
Stromabschaltungen in Ägypten: Minister rechtfertigt sich

In Ägypten kommt es in diesen Tagen zu einstündigen, bisweilen auch längeren Stromabschaltungen. Nachdem oppositionelle Gruppen der Regierung Versagen vorgeworfen und es wegen der Versorgungsprobleme auch zu Misstönen zwischen Elektrizitäts- und Ölministerium gekommen war, hat sich nun Elektrizitätsminister Hassan Younis zu Wort gemeldet und sein Krisenmanagement verteidigt. Wie in der ägyptischen Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ zu lesen ist, arbeitet das Elektrizitätsministerium – laut Minister Younis – an einem Rettungsplan, mit dem 1000 Megawatt zusätzlich bereit gestellt werden sollen, und zwar noch im Verlauf der ersten Septemberwoche.

Younis betonte, der Strom werde keinesfalls länger als eine Stunde während der Spitzenlast abgestellt. Der Minister forderte, die Öffentlichkeit möge wegen des außergewöhnlichen, so noch nie dagewesenen Sommers in diesem Jahr Verständnis haben. Dieser habe selbst in Staaten wie den USA oder China dazu geführt, dass mancherorts für Stunden die Stromversorgung unterbrochen worden sei. Der ägyptische Politiker verwies darauf, dass zuständige Mitarbeiter 24 Stunden lang an dem Problem arbeiteten. In sehr persönlichen Worten sagte Younis, jeder Fall, in dem ein Bürger oder eine Einrichtung an der Unterbrechung der Elektrizität leide, verletze ihn. Gleichzeitig bat er jedoch darum, nicht übertrieben zu klagen. Es betrübe ihn, wenn einige Leute sagten, dass Netz sei zusammengebrochen.

Siehe Artikel in Al-Masry Al-Youm

arabische-presse/stromkrise-agyptischer-minister-verteidigt-sich.txt · Zuletzt geändert: 2010/08/24 14:11 von Thomas Weische